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News - WJ - Aschaffenburg

22.10.2015 - Kopf schlägt Kapital

Ein Professor zündet den WJ-GründerTurbo

Am 22. Oktober zündete Prof. Günter Faltin mit der Auftaktveranstaltung „Kopf schlägt Kapital“ den WJ-GründerTurbo. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Alten Rathaus in Miltenberg lauschten sowohl Aschaffenburger Wirtschaftsjunioren als auch zahlreiche externe Besucher seinen Ausführungen zur Stärkung der Gründermentalität.
Christian Elbert, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Aschaffenburg, verteilte zu Recht Vorschusslorbeeren, als er Faltin als „Gründer-Guru“ ankündigte. Professor Faltin war für die Veranstaltung aus Berlin angereist, wo er nur zwei Tage später das bekannte Gründerevent „Entrepreneurship-Summit“ mit seiner Stiftung Entrepreneurship ausrichtete.
Faltin der Hochschullehrer, der maßgeblich dazu beitrug in den Hochschulen den Themenbereich Unternehmensgründung – Entrepreneurship zu etablieren, ist der breiten Öffentlichkeit hauptsächlich über sein eigenes Unternehmen „Teekampagne“ bekannt. Bereits vor 30 Jahren gründete er dieses innovative Projekt der Direktvermarktung und wurde in zehn Jahren der weltweit größte Importeur von Darjeeling-Tee. Er sprach somit direkt aus der Praxis und nicht nur aus der Theorie eines Hochschulprofessors.  Unterhaltsam schilderte er die Gründung und Entwicklung des Unternehmens Teekampagne und ermutigte zum Unternehmertum. Während der ersten Jahre habe er in der Nacht so manchen Alptraum gehabt, doch im Rückblick habe er diese Zeit als spannenden Prozess wie einen Krimi erlebt. Er forderte auf, dass wenn er das könne ein Unternehmen zu gründen, dann könne das jeder im Saal. Weder sei er vorher ausgewiesener Teeexperte gewesen,  noch habe er im Vorfeld besonders viel Kapital gehabt.
Wichtig war es Faltin in den folgenden sechzig Minuten herauszustellen, dass es bei der Gründung eines Unternehmens weniger auf das Kapital sondern vielmehr darauf ankommt, eine tragfähige Idee und ein Konzept zu haben. Diese Idee ist meist kein genialer Einfall sondern eine systematische Überlegung und Weiterentwicklung eines Ansatzes, der immer wieder überprüft und zu Ende gedacht werden muss. Er räumte den weit verbreiteten Ansatz, dass ein Unternehmer alles selbst machen und auf möglichst vielen Gebieten perfekt sein muss, aus dem Weg und stellte dies als größtes Hindernis für eine erfolgreiche Neugründung dar. Mit seinem Modell des „Gründens mit Komponenten“ nannte er neue Möglichkeiten des Gründens und erläuterte dies beispielhaft an dem Unternehmen „Ratio Drink AG“. Auch wenn seine Meinung, dass klassisches Marketing überflüssig sei, nicht bei allen auf Zustimmung stieß, sind viele seiner Anregungen, die er aus seiner Gründerpraxis mit nach Miltenberg gebracht hatte auf fruchtbaren Boden gestoßen. Und wir dürfen gespannt sein, ob der ein oder andere Zuhörer motiviert werden konnte, sich zukünftig bei unserem Gründer-Turbo zu bewerben.

Kontakt: Carmen Junker
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